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Verordnungen
Ihr Jecke´ von Südernach, Annenach und runderöm!
Hiermit tun wir kund und zu wissen:


§1

Alle Macht, auch die des OB und des Bürgermeisters, geht ab dem heutigen Tag auf seine Tollität und vertretungsweise auf ihre Lieblichkeit über. Die Verantwortung für närrische Fehlentscheidungen tragen jedoch auch weiterhin der Oberbürgermeister, der Bürgermeister und - ganz klar - der Stadtrat als Generalschuldiger.

 

§2

Alle Häuser und Strassen sind mit bunten Luftschlangen, Luftballons, Fahnen und anderem Gedöns prachtvoll zu schmücken.


§3

Frauen, die einem männlichen Munde den Kuss verweigern, werden bis Aschermittwoch zu Stubenarrest und zum Bier holen verbannt.


§4


Vernimmt ein närrischer Untertan Klänge rheinischer Musik, hat dieser sich sofort weitere Jecken zu suchen (Egal ob Annernacher oder Herjelaafene), sich einzuhaken und seinen Körper in Schunkelbewegungen zu versetzen. Zuwiderhandlungen oder Verweigerung wird mit striktem Alkoholverbot bis Aschermittwoch bestraft!


§5

Die Polizeistunde wird aufgehoben. Vor Tagesanbruch hat sich niemand nach Hause zu bewegen. Zur Sicherheit sind scharfe Häuserecken und sonstige markante Punkte mit Polsterungen zu versehen, damit das Verletzungsrisiko minimiert wird.


§6

Jeder hat sämtliche Karnevalsveranstaltungen zu besuchen. Wer sich dem widersetzt, wird nach Neuwied verbannt!


§7

Banken bleiben Tag und Nacht geöffnet, damit den Narren das Geld nicht ausgeht. Im Gegenzug bleibt die Stadtkasse bis Aschermittwoch geschlossen, damit keine Steuern gezahlt werden können.

 

§8

Es muss jedem Jecken in Fleisch und Blut übergehen, beim Sichten des Hofstaates zumindest ein „Oh, watt seid Ihr schön!“ in Alaaf-Lautstärke von sich zu geben!

 

§9

Uniformierte und Kostümierte werden ab sofort bis Aschermittwoch in allen Gaststätten bevorzugt.

 

§10

Arbeitgeber haben Ihre Mitarbeiter für die Teilnahme an jedweder närrischen Veranstaltung frei zu stellen. Ansonsten gibt es den Popo voll!!

 

§11

Die Politessen haben ab heute, anstatt Protokolle, Biergutscheine zu vergeben, die in jeder Gaststätte eingelöst werden können. Die Kosten hierfür trägt die Stadtkasse. Eine Prüfung der Umsetzung dieses Paragraphs erfolgt am Aschermittwoch!

Gegeben und verkündet am Tage der Proklamation seiner Tollität
Prinz Michael I., "der Pröb von der Kostümgrupp´"

Das Kleingedruckte:
Verstöße gegen diese Verordnung werden mit wahlweisen Ernennungen zum Motzkopp, Neuwieder, Heules, Mucker oder Honk geahndet. Die Bekanntgabe der Titelträger erfolgt über Medien und die öffentliche Presse.